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SCHWERPUNKTE

Im Mittelpunkt der Vorermittlungen stehen Quellen im Inland, mit denen wir heute noch lebendes Personal eines Lagers, von Einsatzgruppen oder anderen Einheiten ausfindig machen wollen. Mit den zur Verfügung stehenden Beweismitteln kann zwar eine konkrete Förderung eines konkreten Mordes selten nachgewiesen werden - vielmehr kann lediglich die Eingliederung in das Vernichtungsprogramm festgestellt werden. Dieser weite Ansatz war auch die Grundlage einer Liste von 30 Personen aus Auschwitz, gegen die zum Teil zur Zeit Hauptverhandlungen stattfinden. In gleichem Maß haben wir 28 Verfahren gegen Personal des Konzentrationslagers Majdanek (Lublin) an die Staatsanwaltschaften abgegeben. Derzeit prüfen wir die Konzentrationslager Bergen-Belsen, Neuengamme (bei Hamburg) und Stutthof (bei Danzig).

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Sichtung von Archiven in Weißrussland und in der Russischen Föderation. Die politischen Umwälzungen im ehemaligen Ostblock brachten für die Zentrale Stelle die Möglichkeit mit sich, nun auch das dort lagernde Archivmaterial zu prüfen, welches ihr während des Kalten Krieges weitgehend nicht zugänglich gewesen war. So erhielt die Zentrale Stelle schon bald nach der deutschen Wiedervereinigung von der Justizministerkonferenz den Auftrag, das umfangreiche „NS-Archiv“ des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR zu sichten und auszuwerten, nachdem die DDR-Behörden zuvor jahrzehntelang beharrlich die Zusammenarbeit mit der Zentralen Stelle verweigert hatten.

Darüber hinaus erstreckt sich die Tätigkeit der Zentralen Stelle auf Südamerika, weil der Verdacht besteht, dass NS-Verbrecher auch in diese Staaten ausgewandert sind um unterzutauchen. 



Akten Demjaniuk-Verfahren



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